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Sissy Schneider (*1993) schafft in vielfältigen Mischtechniken Werke, die Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Installation verbinden. Ihre Arbeit oszilliert zwischen surrealer Figuration und Abstraktion, wobei das Experiment mit Materialien und die prozessbasierte Vorgehensweise im Zentrum stehen. Schneider erforscht mythologische, absurde und humorvolle Interaktionen, die zum Nachdenken anregen, statt eindeutige Antworten zu liefern.

Künstlerische Schwerpunkte:

Intuitiver Malprozess: Ähnlich der Pareidolie lässt sich Schneider von zufälligen Farbverläufen und Strukturen leiten, um Linien und Gesten auf der Leinwand zu entwickeln. Dieser Prozess ist eng mit dem automatischen Schreiben der Surrealisten verwandt, bei dem das Unbewusste durch zufällige Gesten und Spuren in die Arbeit einfließt.

Mindmaps & Konzeptuelle Landschaften: Visualisierung von Sinnzusammenhängen durch die Kombination visueller Elemente, inspiriert von Charles Sanders Peirces Semiotik. Die künstlerische Forschung mit theoretischem Hintergrund ist dabei ein wichtiger Aspekt. Schneider realisiert raumgreifende Mindmap-Installationen, um komplexe Zusammenhänge visuell zu erforschen und darzustellen.

Ortsspezifische Arbeiten: Aktuell arbeitet sie an „Der Rhein und seine Gezeiten“, einem Projekt, das gefundene Materialien als „Spurensicherung“ und Ausdruck symbolischer Eigenschaften dokumentiert. In diesem Projekt dokumentiert, lernt und erforscht sie ein und denselben Ort über die Zeit hinweg. Die künstlerische Forschung mit theoretischem Hintergrund ist dabei ein wichtiger Aspekt.

Postfotografie: Auseinandersetzung mit gefundenen analogen Fotografien und dem Index-Begriff in der Fotografie. In ihrer Auseinandersetzung mit Postfotografie nutzt Schneider auch die Google-Rückwärtssuche, um die Herkunft und Verwendung von Bildern zu erforschen. Die Materialität des fotografischen Index, die physischen Eigenschaften des Bildträgers und die Spuren des fotografierten Objekts, spielen eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit.

Unbewusstes und Symbolik: Untersuchung unbewusster Prozesse und der Verwendung von Symbolen in der Kunst, beeinflusst von C.G. Jungs Archetypenlehre.

Ausgewählte Projekte und Ausstellungen:

"Opening cracks, enclosing hells" (ica, Köln, 2025): In der Duo-Ausstellung mit Blanca Barbat präsentiert Schneider das Diorama „Garuda“ in einer U-Bahn-Haltestelle Ebertplatz. Das Miniatur-Bühnenbild verbindet mythologische und zeitgenössische Elemente und verwandelt den öffentlichen Raum in einen Ausstellungsraum. Die Ausstellung konzipiert die (Heldinnen-)Reise als Gesamtkomposition innerhalb des Ausstellungsraums, wobei verschiedene Stationen (Wände) unterschiedliche Aspekte und Ebenen einer imaginären Geschichte beleuchten.

Chronos - Forschungsstand“ (Moltkerei, Köln, 2021 & Glasmoog, Köln, 2022): Diese Installationen erforschen Simultandarstellung und polyvalente Perspektive in der Fotografie. Inspiriert von der Chronofotografie, dekonstruiert Schneider lineare Zeitvorstellungen.

"Vermutung für dieses Bild" (Kunstverein Soest, 2019) und CASE Projektraum (Köln, 2019): Hier erforschte Schneider die Grenzen des fotografischen Mediums und dessen Wechselwirkung mit dem Ausstellungsraum.

„100 GENE“ (2018): Ein Dialog zwischen Drucker und Scanner, der die Fehlerhaftigkeit digitaler Prozesse und deren Analogie zum Unbewussten erforscht.

Gaffel Kölschglas (ART COLOGNE 2018): Gestaltung der limitierten Edition, inspiriert vom Rorschach-Test, als Ausdruck ihrer Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Interpretation.

Schneiders künstlerische Forschung, die theoretische Auseinandersetzung und Dokumentation einschließt, mündet in Werken, die den Betrachtenden zur individuellen Interpretation einladen.

Im Folgenden finden sich eine tabellarische Übersicht der Ausstellungen, des akademischen Werdegangs und weiterer Informationen.

Auszeichnungen / Grants

Contemporary Art Ruhr - C.A.R Talents, März 2020

Stipendium der GEDOK Schleswig-Holstein 2019

3 .Platzierung im Kunstwettbewerb der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs "Malen gegen Eierstockkrebs" Berlin 2019

Residency Kolleg für Kunst und Musik in Montepulciano 2018

Gewinnerin des Gaffel-Kölschglas Wettbewerbs der Kunsthochschule für Medien und der ARTCOLOGNE 2018

Folkwang Preis 2016
Folkwang Universität der Künste in Essen 2016

2012 Auszeichnung der Landesregierung NRW durch die Ministerpräsidentin für herausragende Abiturleistungen


Eigene Publikationen

Diplomarbeit an der Kunsthochschule für Medien Köln, 2021: Künstlerische Forschung zu den Themen: Postfotografie, Simultandarstellung und polyvalente Perspektive.Sissy Schneider, Köln 2021

Bewertung: 1,0 mit Auszeichnung durch Johannes Wohnseifer, Dr. Lilian Haberer und Alex Grein Abschluss: Diplom Mediale Künste mit Auszeichnung, Ø 1,0
Postgraduierten Studium

(Theoriekatalog zur Abschlussausstellung "Chronos" im Glasmoog Köln)

Bachelorarbeit an der Folkwang Universität der Künste Essen, 2016: Das weltweite Netz. Phänomenologischer Streifzug durch das Cyperspace und ontologisches Fragen nach dem Internet. Sissy Schneider, Essen 2016

Bewertung: 1,0 durch Prof.Claudius Lazzeroni und Christian Schreckenberger

Abschluss: B.A. Kommunikationsdesign (Ø 1,2), Folkwang Universität der Künste,

Hausarbeit (Master Kunsttherapie): Welchen Nutzen und welche Funktionen können psychodynamisch orientierte Symbolisierungsprozesse für die Kunsttherapie bieten?
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter bei Bonn, 2022

Bewertung: 1,0 bei Prof. Juliane Melches

Hausarbeit (Master Kunsttherapie): Ton und das Mandala in der kunsttherapeutischen Arbeit.
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter bei Bonn, 2022

Bewertung: 1,0 bei Prof. Dagmar Wohler

„Meine künstlerische Praxis ist stark beeinflusst von meinem zweisemestrigen Studium der Kunsttherapie welches ich an mein Diplom an der KHM angeschlossen habe, und in dem ich mich intensiv mit Symbolen und dem Unbewussten auseinandergesetzt habe. Durch mein Studium der Kunsttherapie habe ich fundierte Kenntnisse in psychodynamischen Prozessen und der Bedeutung von Symbolen erworben, die meine künstlerische Arbeit prägen. Während meines Studiums an der Alanus Hochschule habe ich in umfangreichen theoretischen Hausarbeiten die Bedeutung von Symbolen und Mandalas erforscht. Insbesondere in meiner Hausarbeit „Welchen Nutzen und welche Funktionen können psychodynamisch orientierte Symbolisierungsprozesse für die Kunsttherapie bieten?“ (Februar 2022) habe ich die vielschichtige Bedeutung des Symbols in Therapie und Kunst analysiert und die Wirkfaktoren der Symbolarbeit untersucht. Diese mit höchster Anerkennung bewerteten Hausarbeiten haben mein Verständnis für die archetypischen Muster des menschlichen Geistes und deren Ausdruck in der Kunst maßgeblich geprägt.

Die Visualisierung von Symbolen, die ich in gefundenen Fotografien und durch die Google-Rückwärtssuche entdecke, ist für mich ein fortlaufender Prozess der Selbstreflexion. Ich erkunde die Schnittstellen zwischen persönlicher Erfahrung, kollektivem Unbewussten und digitaler Technologie. Meine Arbeit ist somit ein künstlerischer Prozess, der zur Auseinandersetzung mit dem Unbewussten beiträgt.

Für tiefergehende Einblicke in meine theoretischen Arbeiten lade ich Sie ein, meine „Texte“-Seite zu besuchen, wo Sie PDF-Versionen meiner Hausarbeiten herunterladen können.“

Presse und andere Publikationen (Auswahl)

Quarantine Exhibition - Space 52 Athens, Online Catalogue

Photoszene Website Mai 2020 - Artiststatement Chronos

Snake Hair Zines, April 2020

Broken Wires Zine, Februar 2020

IN YOUR HANDS - Special Edition, Januar 2020

Gratis-Kritik - KubaParis, Artikel zum Rundgang der KHM 2019, Juli 2019

WORD. Magazin für Literatur, Kunst und Gesellschaft,#2 This is a Woman's world. Juni 2019

Ohne Titel, NRW Forum Kunst und Kulturmagazin #1, 03.05.2019

Interview mit Jennifer Rumbach von Kunstbar Contemporary Art, 12.04.2019

FREIRAUM FOLKWANG im Duisburger Kunstverein, Januar 2019, RP-Online

Horst und Edeltraut, Januar 2019

What do you see? – Gaffel-Kölschglas-Edition 2018Heike Ander

Colorit No.1.
2024

This is a handmade coloring-zine (maga'zine') with 16 DIN A5 pages (14,8 x 21 cm, 100g paper) filled with odd and unconventional drawings from my sketchbooks for you to color them in or cut them out for collages, or whatever your imagination is coming up with. There is also a downloadable print out version.

You can purchase a handmade exemplar via my kofi-shop katharsister.

Lübecker Zeitung vom 19.01.2020
“Alles ist ein Suchen. Die Gedok-Stipendiatin Sissy Schneider zeigt ab morgen eine Schau ihrer aktuellen Arbeiten unter dem Titel Why sad.” von Margitta True
über die Abschluss-Ausstellung “WHY SAD?” im Rahmen des Gedok-Stipendiums

Einzelausstellungen (Auswahl)

Opening Cracks Enclosing Hells
mit Blanca Barbat, Island of contemporary art, Köln 2025

Chronography
Neuland Projektraum Bochum 2021

Chronos- Glasmoog, Köln 2021

Chronos Forschungsstand
Moltkerei Werkstatt, Köln 2020

WHY SAD
GEDOK Schleswig-Holstein, Lübeck 2019

Wormhole
Kath. Hochschulgemeinde (KHG), Köln 2019

Vermutungen für dieses Bild
Kunstverein Soest, 2019

waiting for the train at night
Vitrine sonneundsolche, Düsseldorf 2019

Vermutung für dieses Bild
CASE- Projektraum, Köln 2018

Gruppenausstellungen (Auswahl)

ANONYME ZEICHNER*INNEN
Kunstraum Kreuzberg
16.11.24 - 12.01.25

Quarantine Exhibition
Space 52, Athen (GR) 2021

Contemporary Art Ruhr

C.A.R Talente
Zeche Zollverein Essen, März 2020

Post.Digital.Dreams.
In-Between-Conditions, Tbilisi (GEO) 2019

Multispecies Narrations
Weltkunstzimmer, Düsseldorf 2019

Artists for Future
Group Global 3000 Projektraum, Berlin 2019

Das beseelte Ding
UG des Museum Folkwang, Essen 2019

43°05‘22.2“N 11°46‘41.5“E
Kolleg für Kunst und Musik, Montepulciano (IT) 2019

Multispecies Narrations
Mein Blau, Berlin 2019

FREIRAUM FOLKWANG
Duisburger Kunstverein, Duisburg 2019

Sissy Schneider gestaltet Gaffel Kölsch-Stange zur 52. ART COLOGNE - Pressemitteilung auf der Gaffel-Website

What do you see? – Gaffel-Kölschglas-Edition 2018 Heike Ander über das Konzept

Rorschachtest, darunter der Text: “What do you see?” 2018

Fotos: Agentur DIE KOELNER

Soester Anzeiger 2018
“Digitales glänzt erst bei Abwesenheit. Sissy Schneider hinterfragt im Kunstsaal alltägliche Digitalität.” von Bettina Boronowsky
über die Einzelausstellung “Vermutung für dieses Bild” im Kunstverein Soest


Gaffel-Kölschglas Wettbewerb zur 52. ARTCOLOGNE 2018
v.l.n.r: Heike Ander, SissySchneider, Daniel Hug,
Sebastian Henninghausen
Fotos: Agentur DIE KOELNER

Ausbildung

Kunsthochschule für Medien Köln
2021 Diplom mit Auszeichnung Ø 1,0
Postgraduierten Studium des Fachbereiches Kunst
Köln 2017 - 2021

Folkwang Universität der Künste
2016 B.A.Kommunikationsdesign Ø 1,2
Essen 2012 - 2016

Erzbischöfliche Liebfrauenschule
Abitur Ø 1,0
Auszeichnung der Landesregierung NRW durch die Ministerpräsidentin für herausragende Abiturleistungen
Köln, 2003 - 2012

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
2022 Kunsttherapie (2 Semester, Master)
Alfter bei Bonn 2021 - 2022